+++ Die Kampagne stellt sich vor | Erste Lobbygespräche geführt | Spende jetzt für einen guten Start +++

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute erhältst du den ersten Newsletter der neuen Kampagne „Unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr“! Wir freuen uns sehr über dein Interesse und möchten dich ab jetzt regelmäßig (alle 1-2 Monate) über die Entwicklungen der Kampagne informieren und dir spannende Hintergrundinformationen und Neuigkeiten zum Thema liefern.

In unserem ersten Newsletter wollen wir dich über folgende Themen informieren:

  1. Die Kampagne stellt sich vor
  2. Erste Lobbyaktivitäten in Berlin
  3. Unterstütze uns für einen guten Start

Viel Spaß beim Lesen!


Mit freundlichen Grüßen

Sarah Gräber, Campaignerin

1) Die Kampagne „Unter 18 nie!“ stellt sich vor

Worum geht es uns? Die Werbung und Ausbildung von Minderjährigen als Soldaten widersprechen den Prinzipien der UN-Kinderrechtskonvention. Doch Deutschland gehört zu den wenigen Staaten, die von einer Ausnahmeregelung Gebrauch machen und minderjährige Freiwillige als Soldaten anwerben. Und zwar seit dem Aussetzen der Wehrpflicht immer mehr: Im Jahr 2011 waren es noch unter 700 Minderjährige, 2017 schon 2126. Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes und die Kinderkommission des Bundestags sind deshalb besorgt. Beide haben unserer Regierung wiederholt empfohlen, das Rekrutierungsalter auf 18 Jahre zu erhöhen. Denn Deutschland schwächt den internationalen 18-Jahre-Rekrutierungsstandard. Damit dies künftig auch bei uns Standard ist und das Thema mehr Aufmerksamkeit bekommt, wurde die Kampagne „Unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr“ ins Leben gerufen.

Was wollen wir? Die Kampagne verfolgt zwei Forderungen. Die erste ist selbstverständlich die Anhebung des Rekrutierungsalters für den Militärdienst auf 18 Jahre. Gründe dafür gibt es viele: Es wirkt zum Bespiel wenig glaubwürdig, wenn Deutschland sich dafür einsetzt, dass Länder wie Somalia oder Afghanistan keine unter 18-Jährigen mehr in ihre Armeen aufnehmen, solange die Bundeswehr das selbst tut. Eine Übersicht über weitere Gründe und Gefahren findest du auf unserem Fact Sheet, das über www.unter18nie.de bestellt werden kann.
Zweitens fordert die Kampagne ein Verbot jeglicher Bundeswehrwerbung bei Minderjährigen, die seit dem Ende der Wehrpflicht stark zugenommen hat. Denn auch militärische Werbung bei Minderjährigen widerspricht den Prinzipien der UN-Kinderrechtskonvention.

Wer sind wir? Getragen wird die Kampagne von einem breiten Bündnis. Neben Organisationen aus der Friedensbewegung, zu denen die DFG-VK, IPPNW, Netzwerk Friedenskooperative, pax christi, Ohne Rüstung Leben und das Bündnis „Schulfrei für die Bundeswehr“ gehören, zählen auch terre des hommes, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (mit dem Bundesverband und vielen Landesverbänden) sowie das Zentrum Oekumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zu den Gründungsmitgliedern. Die Kampagne sucht weitere Unterstützer*innen und freut sich über jede Gruppe oder Organisation die Interesse hat, die Kampagne und ihre Forderungen zu unterstützen. Hast du Interesse mit deiner Gruppe oder Organisation Mitglied im Trägerkreis zu werden? Dann nimm doch mit uns Kontakt auf und schreibe uns eine E-Mail an info@unter18nie.de.

Wo gibt es mehr Infos? Auf unserer Internetseite gibt es viele Hintergrundinformationen und auch erste Materialien. Darunter z.B. Aufkleber, ein Fact Sheet, das komprimiert die wichtigsten Informationen und neuesten Zahlen zum Thema enthält, sowie ein Banner. An einem Flyer arbeiten wir momentan. Schau doch einfach mal auf der Kampagnenwebseite vorbei!

2) Die Kampagne ist aktiv – erste Lobbygespräche

In den letzten Wochen haben wir bereits mehrere interessante Gespräche mit Bundestagsabgeordneten geführt. Bereits im September mit Norbert Müller (DIE LINKE), mit dem wir verschiedene Möglichkeiten diskutiert haben, wie wir uns gemeinsam für die Einhaltung des „Straight18“-Ziels einsetzen können

Im Oktober hatten wir dann die Möglichkeit mit Dr. Tobias Lindner (Bündnis 90/Die Grünen) zu sprechen. Er hat uns versichert, dass die Grünen auch künftig Anträge an die Bundesregierung einbringen werden, die das Ende der Rekrutierung unter 18-Jähriger fordern. Unsere Materialien werden ihnen dafür als Argumentationshilfe dienen.

Außerdem haben wir an einem vom Bündnis Kindersoldaten organisierten Parlamentarischen Frühstück teilgenommen. Hier konnten wir Fritz Felgentreu (SPD) und Kathrin Vogler (DIE LINKE) auf unser Anliegen ansprechen. Auch diese beiden sind überzeugt, dass die Bundeswehr kein Platz für Minderjährige ist. Wir werden unsere neu gewonnenen Kontakte in den kommenden Monaten nutzen, um unsere Forderungen in möglichst vielen Wahlprogrammen zu platzieren.

Ausführliche Berichte zu unseren Treffen findest du unter www.unter18nie.de.

3) Spende jetzt für einen guten Start

Die ersten Lobbyaktivitäten der Kampagne verliefen sehr vielversprechend. Auch erste Materialien sind erstellt und die Kampagne kommt aus ihren Startlöchern. Damit wir im nächsten Jahr so richtig Gas geben können mit vielfältigen Aktivitäten um die Politiker*innen zu überzeugen, dass Minderjährige nichts bei der Bundeswehr zu suchen haben, sind wir auf Deine Hilfe angewiesen. Zur Finanzierung der Materialien, Reise- und Aktionskosten braucht die Kampagne zusätzliche Mittel. Egal ob 5 Euro oder 50 Euro – jede Spende ist wichtig und hilft der Kampagne erfolgreich zu sein.

Bitte überweise Deine Spende an:

Förderverein Frieden e.V.
– Sonderkonto für die Kampagne „Unter 18 nie!“ –
DE08 | 4306 | 0967 | 4041 | 8604 | 03
Stichwort: Guter Start

Oder spende online per Bankeinzug oder PayPal über die Webseite des Kampagnenbüros Netzwerk Friedenskooperative: https://www.friedenskooperative.de/spende-unter18nie.de

Hinweis: Der Förderverein Frieden e.V. stellt am Anfang des Folgejahres eine steuerabzugsfähige Spendenbescheinigung aus.
Ganz herzlichen Dank für Deine Unterstützung!

PS: Folge uns auch auf Instagram, Facebook und Twitter!


 


Unser Lager füllt sich langsam! Unter dem Reiter “Mitmachen” gibt es nun den Punkt “Material bestellen”. Hier findet ihr ab sofort Aufkleber, Banner und ein Fact Sheet, das die wichtigsten Informationen zum Thema Rekrutierung Minderjähriger zusammenfasst. Schaut einfach mal vorbei, es ist für jeden Anlass etwas dabei!

Unser Fact Sheet enthält die wichtigsten Informationen auf einen Blick.
Aufkleber mit unserem Logo
Unser Banner ist 250×80 cm groß und aus leicht trocknender Polyesterwirkware hergestellt.

Wir haben unsere Reise nach Berlin mit einem weiteren wichtigen Termin verbunden: Einem Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Tobias Lindner von den Grünen.

Er hatte im Sommer seine Wehrdienstverweigerung zurückgenommen, um an einer mehrtägigen Wehrübung teilzunehmen. Doch genau diese Erfahrung hat ihm gezeigt, wie wichtig unser Anliegen ist und ihn darin bestätigt, dass die Bundeswehr kein Platz für Minderjährige ist.

Die Grünen werden auch künftig Anträge an die Bundesregierung einbringen, die das Ende der Rekrutierung unter 18-Jähriger fordern. Unsere Materialien können dabei als Argumentationshilfe dienen. Besonders der internationale Vorbildcharakter liegt Tobias Lindner, der auch Mitglied des Verteidigungsausschusses ist, sehr am Herzen. Warum sollten Länder mit Kindersoldaten in ihren Armeen auf Deutschland hören und etwas daran ändern, solange hier selbst Minderjährige rekrutiert werden?

Herr Dr. Lindner und sein Mitarbeiter Simon Lassalle haben uns versichert, dass wir auch künftig zusammenarbeiten werden, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg ist es, das Thema im Wahlprogramm der Grünen zu verankern.

Philipp Ingenleuf, Sarah Gräber und Ralf Willinger von “Unter 18 nie!” mit Dr. Tobias Lindner (Mitte) und Simon Lassalle (rechts) nach dem Gespräch im Otto-Wels-Haus

Am Freitag, den 18.10.2019, haben Vertreter unserer Kampagne an einem Parlamentarischen Frühstück im Berliner Reichstag teilgenommen, das vom Bündnis Kindersoldaten organisiert wurde. Mit dabei waren die Abgeordneten Fritz Felgentreu (SPD) und Kathrin Vogler (Die LINKE) sowie zahlreiche Mitarbeiter von Abgeordneten der Grünen und der FDP. Außerdem war ein Mitarbeiter des Wehrbeauftragten Dr. Hans-Peter Bartel anwesend.

Nach einer thematische Einführung durch Ralf Willinger von terre des hommes hatten die Abgeordneten die Möglichkeit, ihre Position zur Rekrutierung Minderjähriger darzulegen. Erfreulicher Weise unterstützen beide unsere Forderung und sprachen sich für eine Anhebung auf 18 Jahre aus. Fritz Felgentreu verwies auf das Positionspapier der SPD. Hier wird der Vorschlag erläutert, dass für minderjährige Bewerberinnen und Bewerber bis zum Erreichen der Volljährigkeit ein ziviles Beschäftigungsverhältnis bei der Bundeswehr geschaffen und dafür ein Ausbildungskonzept entwickelt wird könnte.

Wir werden unsere neu gewonnenen Kontakte in den kommenden Monaten nutzen, um unsere Forderungen in möglichst vielen Wahlprogrammen zu platzieren.

Dr. Fritz Felgentreu erklärt seine Position zum Thema
Die Broschüre WHY 18 MATTERS vom Deutschen Bündnis Kindersoldaten ist ab sofort auch über uns erhältlich.
Vertreter von Unter 18 nie! mit unserem neuen Banner

Am Donnerstag, den 12. September, haben sich Vertreter unserer Kampagne mit dem Bundestagsabgeordneten Norbert Müller in Berlin getroffen. Philipp Ingenleuf vom Netzwerk Friedenskooperative und Angelika Wilmen von der IPPNW haben sich mit dem Kinder- und Jugendpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE über die Rekrutierung Minderjähriger in die Bundeswehr unterhalten.

Das Gespräch verlief vielversprechend. Es wurden verschiedene Möglichkeiten disikutiert, wie gemeinsam etwas für die Einhaltung des „Straight18“ -Ziels getan werden kann.

In den nächsten Wochen und Monaten wird sich unsere Kampagne auch mit Politikern anderer Parteien zusammensetzen. Unser Ziel ist es, das Thema Minderjährige in der Bundeswehr in möglichst vielen Wahlprogrammen zu platzieren, damit es nach der Bundestagswahl politisch relevant sein wird. Denn das ist der erste Schritt auf dem Weg zur Anhebung des Rekrutierungsalters für den Militärdienst in Deutschland auf 18 Jahre!

Im Auftrag von Annegret Kramp-Karrenbauer hat Oberstarzt Dr. Lale Bartoschek auf unser Schreiben vom 25. Juli geantwortet. Obwohl der internationale Kampf gegen Kindersoldaten der Bundesregierung demnach ein wichtiges Anliegen ist, soll an der Rekrutierung Minderjähriger in Deutschland nichts geändert werden. Auf Jugendschutzverstöße oder die psychischen Folgen, unter denen viele junge Rekruten leiden, wurde nicht eingegangen. Hier gibt es den ganzen Bief zum Nachlesen.

Letzte Woche wurde Annegret Kramp-Karrenbauer als neue Verteidigungsministerin vereidigt. Diesen Anlass haben wir genutzt, um sie um eine Stellungnahme zum Thema Minderjährige in der Bundeswehr zu bitten und ihr unseren Standpunkt zu erläutern. Wir erwarten eine Antwort bis zum 15. August und werden diese dann natürlich auch hier veröffentlichen.

Mitte Juni haben sich Vertreter des Trägerkreises in Köln getroffen, um die nächsten Schritte für die Kampagne zu besprechen. Mit dabei war auch Sarah Gräber, die ab jetzt als Campaignerin für die Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit zuständig ist. Ein Blick hinter die Kulissen des Treffens gibt es im Video.


Anlässlich des Girls‘ Day startet heute, am 28.03.2019, die Kampagne “Unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr”. Die Kampagne fordert, die Anhebung des Rekrutierungsalters für den Militärdienst auf 18 Jahre sowie ein Verbot jeglicher Bundeswehrwerbung bei Minderjährigen.

Die Kampagne kritisiertdass die Werbung der Streitkräfte bei Schülerinnen für den Beruf der Soldatin und die Rekrutierung Minderjähriger in Deutschland scharf. Unter Überschriften wie „Ein Tag als Soldatin“ oder „Attraktive Uniformen“ werben über 100 Einrichtungen der Bundeswehr für mehr als 3.600 Angebote zum bundesweiten Tag der Berufsorientierung für Mädchen ab der fünften Klasse. 2018 hat die Bundeswehr 1679 minderjährige Soldaten eingestellt, darunter 313 Mädchen. Dagegen protestiert die Kampagne „Unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr“, in der sich dreizehn Friedens-, Kinderrechts-, Bildungs- und kirchliche Organisationen zusammengeschlossen haben.

Aktion zum Start der Kampagne

Zum Start der Kampagne wollen wir auf die Problematik der Rekrutierung Minderjähriger durch die Bundeswehr in den Sozialen Medien aufmerksam machen. Drucke unser Schild aus und mache damit ein Foto von Dir und teile es mit den entsprechenden Hashtags. Hier findest Du alle Infos.

Frankfurt a. M. / Osnabrück / Stuttgart / Bonn – Anlässlich des Girls‘ Day hat ein neues Bündnis mehrerer Organisationen heute die Werbung der Streitkräfte bei Schülerinnen für den Beruf der Soldatin und die Rekrutierung Minderjähriger in Deutschland scharf kritisiert. Unter Überschriften wie „Ein Tag als Soldatin“ oder „Attraktive Uniformen“ werben über 100 Einrichtungen der Bundeswehr für mehr als 3.600 Angebote zum bundesweiten Tag der Berufsorientierung für Mädchen ab der fünften Klasse. 2018 hat die Bundeswehr 1679 minderjährige Soldaten eingestellt, darunter 313 Mädchen. Dagegen protestiert die heute gestartete Kampagne „Unter 18 nie! Keine Minderjähri-gen in der Bundeswehr“, in der sich dreizehn Friedens-, Kinderrechts-, Bildungs- und kirchliche Organisationen zusammengeschlossen haben.

„Die Bundeswehr ist kein Arbeitgeber wie jeder andere. Das muss bei der Berufsorientierung junger Mädchen rüber kommen“, unterstrich Ilka Hoffmann, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) für Schule. „Bereits 15-jährige Mädchen werden für einen Beruf umworben, der viele Risiken mit sich bringt von Traumatisierungen bis hin zum Tod“, sagte Hoffmann. Mögliche persönliche Folgen würden bei diesen Angeboten ebenso verharmlost wie die verheerenden Auswirkungen von Kriegen für die Zivilbevölkerung. „Diese Desinformation junger Menschen muss beendet werden. Das Vorgehen lehnen wir aus politischen, pädagogischen und kinderrechtlichen Gründen ab“, betonte die GEW-Schulexpertin.

„Jedes Jahr kommt es bei der Bundeswehr zu schweren Rechtsverstößen und Kinderrechtsverletzungen“, sagte Ralf Willinger, Kinderrechtsexperte beim Kinderhilfswerk terre des hommes. „So waren in den Jahren 2017 und 2018 minderjährige oder gerade volljährig gewordene Soldatinnen und Soldaten bei der Bundeswehr von sexualisierten Ritualen, sexueller Belästigung und Vergewaltigung betroffen. Bei Bundeswehrübungen kam es zudem zu schweren Verletzungen und Todesfällen von Soldatinnen und Soldaten. Das zeigt: Eine Armee ist kein Platz für Kinder und Jugendiche! Wir fordern die Bundesregierung auf, die Rekrutierung von minderjährigen Soldatinnen und Soldaten sofort einzustellen, die militärische Werbung bei Schülerinnen und Schülern zu beenden und die Kinderrechte zu schützen und einzuhalten“.

Auch die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) monierte die Praxis der Rekrutierung Minderjähriger. „Es ist skandalös, dass die deutsche Armee seit 2011 11.500 Minderjährige an der Waffe ausgebildet hat“, stellte Michael Schulze von Glaßer, politischer Geschäftsführer der DFG-VK, fest. Etwa ein Fünftel der jungen Menschen seien in den letzten beiden Jahren Mädchen gewesen. „Die zunehmende Zahl Minderjähriger beim Militär ist Folge der massiven Werbung in Schulen, Arbeitsagenturen, auf Messen, im Internet und im Rahmen von Angeboten der Berufsorientierung wie dem Girls‘ Day. Dieser Militarisierung öffentlicher Räume wollen wir Einhalt gebieten“, so Glaßer.„Die Praxis der Rekrutierung Minderjähriger ist unnötig und nicht zeitgemäß“, sagte Philipp Ingenleuf für das Netzwerk Friedenskooperative, das ebenfalls zu den Mitgründern des Bündnisses gehört. Deutschland gehöre zu einer kleinen Minderheit von UN-Staaten, die Minderjährige immer noch für das Militär rekrutieren. „Damit steht die Bundesregierung in Widerspruch zu ihrem Schutzauftrag gegenüber Minderjährigen und macht sich bei der internationalen Ächtung des Einsatzes von Kindersoldaten unglaubwürdig“, hob Ingenleuf hervor. Auch Deutschland müsse sich bei der Rekrutierung von Soldaten endlich an den internationalen „18-Jahres-Standard“ halten.

Zur Information:
Die Träger der Kampagne „Unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr“ werden sich in den kommenden Jahren durch Aktionen, Informations- und Lobbyarbeit für die Anhebung des Rekrutierungsalters für den Militärdienst auf 18 Jahre sowie für ein Verbot von Bundeswehrwerbung bei Minderjährigen engagieren. Siehe auch

www.unter18nie.de
Acht Kultusministerien haben mit der Bundeswehr eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, die den Zugang von Jugendoffizieren in den Unterricht, in Ausbildungsveranstaltungen von Lehrkräften oder exklusive Informationsmöglichkeiten für die Bundeswehr regeln.

Die Jugendoffiziere der Bundeswehr haben 2017 mehr als 122.000 Schülerinnen und Schüler er-reicht. Weitere über 111.000 Schülerinnen und Schüler haben über Beratung und Vorträge von Karriereberatern Kontakt zur Bundeswehr gehabt. Der Etat für die Nachwuchswerbung der Bun-deswehr lag 2017 bei 35,2 Millionen Euro. Allein für die Produktion und Bewerbung der youtube Serie „Mali“ hat das Verteidigungsministerium 6,5 Millionen Euro ausgegeben.

Für Rückfragen:

  • Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft – Hauptvorstand, www.gew.de; Kontakt: Ilka Hoffmann, Tel. 069 / 789 73-324, ilka.hoffmann@gew.de
  • Terre des hommes, www.tdh.de; Kontakt: terre des hommes-Pressestelle, Tel. 0541 / 7101-126, presse@tdh.de
  • DFG-VK Bundesverband, www.dfg-vk.de; Kontakt: Michael Schulze von Glaßer, Tel. 0176 / 235 75 236, svg@dfg-vk.de
  • Netzwerk Friedenskooperative, www.friedenskooperative.de; Kontakt: Philipp Ingenleuf, Tel.: 0228/ 692904, p.ingenleuf@friedenskooperative.de

Weitere Träger der Kampagne „Unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr“

  • GEW-Landesverband Hessen, www.gew-hessen.de
  • GEW-Landesverband Baden-Württemberg, www.gew-bw.de
  • GEW-Landesverband Nordrhein-Westfalen, www.gew-nrw.de
  • DFG-VK Baden-Württemberg https://bawue.dfg-vk.de
  • IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs – Ärzte in sozialer Verantwortung), www.ippnw.de
  • Ohne Rüstung Leben, www.ohne-ruestung-leben.de
  • Zentrum Oekumene der EKHN und der EKKW, www.zentrum-oekumene.de
  • pax christi – Deutsche Sektion, www.paxchristi.de
  • Bündnis „Schulfrei für die Bundeswehr. Lernen für den Frieden!“, www.schulfrei-für-die-bundeswehr.de