Trotz scharfer Kritik aus dem In- und Ausland rekrutiert die Bundeswehr auch weiterhin unter 18-Jährige.

Bonn/Stuttgart, 14.01.2020 – Unsere Kampagne kritisiert die noch immer hohe Zahl von Minderjährigen in der Bundeswehr. „Die Bundesregierung sollte endlich die Rekrutierung minderjähriger Mädchen und Jungen als Soldaten stoppen – wie es über 150 Länder weltweit schon getan haben. Denn eine Armee ist kein Platz für Kinder und Jugendliche“, betont Ralf Willinger von der Trägerorganisation terre des hommes.

Wir beziehen uns in unserer Kritik auf neueste Zahlen aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Deutschen Bundestag. Demnach wurden von Januar bis November 2019 insgesamt 1534 Minderjährige von der Bundeswehr neu eingestellt – 974 davon als Freiwilligen Wehrdienst-Leistende und 560 als Soldaten auf Zeit. Damit ist die Zahl zwar im Vergleich zum Vorjahr etwas gesunken, bleibt aber weiter auf einem skandalös hohen Niveau. 669 der Soldatinnen und Soldaten waren sogar nach Ablauf ihrer Probezeit beziehungsweise ihres Widerrufsrechts noch nicht volljährig. Laut Bundesregierung waren 288 der minderjährigen eingestellten Rekruten im vergangenen Jahr Mädchen. Seit Aussetzung der Wehrpflicht haben über 13.000 Minderjährige ihren Dienst bei der Bundeswehr angetreten.

An dieser Stelle möchten wir auf die UN-Kinderrechtskonvention verweisen, die die Rekrutierung von Minderjährigen verbietet, sowie auf den UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes und die Kinderkommission des Bundestags, die Deutschland wiederholt empfohlen haben, das Rekrutierungsalter auf 18 Jahre anzuheben.

„Auch in der Bundeswehr kommt es immer wieder zu schweren Verletzungen der Kinderrechte wie Unfällen bei militärischen Übungen, sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen. Statt Minderjährige solchen Gefahren auszusetzen, sollte die Bundesregierung sie davor schützen, wie es die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen verlangt“, fordert Willinger.

+++ Ergebnis des Trägerkreistreffens: Aktionsmonat Juni 2020 | Schattenbericht Kindersoldaten veröffentlicht | Unsere Kampagne in den Medien +++

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute erhaltet ihr den zweiten Newsletter der Kampagne „Unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr“! Wir möchten die Gelegenheit nutzen und euch über folgende Themen informieren:

1. Ergebnis des Trägerkreistreffens in Frankfurt: Aktionsmonat Juni 2020
2. Veröffentlichung des „Schattenbericht Kindersoldaten“
3. Unsere Kampagne in den Medien: Spannende Radiobeiträge zum Thema

Viel Spaß beim Lesen!
Mit freundlichen Grüßen

Sarah Gräber, Campaignerin

1. Ergebnis des Trägerkreistreffens in Frankfurt:
Aktionsmonat Juni 2020

Am 19.11.2019 hat sich der Trägerkreis der Kampagne in Frankfurt am Main getroffen, um die Strategie für das kommende Jahr zu besprechen.

Der Fokus lag dabei auf einer zentralen Aktions-Idee für „Unter 18 nie!“: Wir machen den Juni 2020 zum Aktionsmonat – und zählen dabei auf eure Unterstützung!

Gemeinsam wollen wir Infostände in den Innenstädten und bei Veranstaltungen organisieren, um Leute über die Rekrutierung Minderjähriger und ihre Folgen aufzuklären. Die dafür nötigen Materialien schicken wir euch gerne in einem praktischen „Infopaket“, das Unterschriftenlisten, Flyer, Aufkleber, Postkarten, Fact Sheets und ein Banner enthält.

Außerdem wollen wir im Juni den Fokus unserer Lobbyarbeit etwas verschieben: Weg von Berlin, hin zu den regionalen politischen Vertretern. Um möglichst viele von ihnen zu erreichen, müssen wir Graswurzel-Lobbying betreiben: Das heißt, wir brauchen euch, um die Politiker*innen in euren Wahlkreisen anzuschreiben und im besten Fall in Gesprächen von unserem Anliegen zu überzeugen.

Aber auch die immer dreister werdenden Werbeaktionen der Bundeswehr wollen wir nicht vergessen. Deshalb planen wir eine Preisverleihung für ihre ungeheuerlichste Werbeaktion. Schickt eure Vorschläge für Nominierungen an info@unter18nie.de!

Infos über weitere Bestandteile des Aktionsmonats folgen in den nächsten Wochen. Wir versprechen uns davon, eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen und zu gewinnen sowie den Druck auf die Politik zu erhöhen. Eines ist aber sicher: Diesen nächsten Schritt können wir nur mit euch gehen!

Wenn Du schon jetzt weißt, dass Du mitmachen willst, dann melde Dich bei uns, damit wir die Aktivitäten im Juni besser koordinieren und in möglichst vielen Städten Aktionen durchführen können. Schreibe uns einfach eine Mail an info@unter18nie.de.

2. Veröffentlichung des „Schattenbericht Kindersoldaten“

Ende November hat das Deutsche Bündnis Kindersoldaten zum dritten Mal nach 2007 und 2013 einen Schattenbericht Kindersoldaten veröffentlicht. Das Ergebnis des Berichts ist katastrophal: Deutschland ignoriert Forderungen der Vereinten Nationen und verletzt Kinderrechte!

Ein großer Schwerpunkt des Berichts ist die Situation Minderjähriger in der Bundeswehr. Statt das Rekrutierungsalter auf 18 Jahre anzuheben, wie es der UN-Kinderrechteausschuss seit 2008 fordert, stiegen die Zahlen minderjähriger Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr bis 2017 stetig an und erreichten in dem Jahr einen Höchststand von 2.128 minderjährigen Rekrutinnen und Rekruten. Damit ist Deutschland eines der wenigen Länder weltweit, dessen Militär noch minderjährige Soldtinnen und Soldaten rekrutiert. „In der Bundeswehr sind junge Soldatinnen und Soldaten immer wieder schweren Rechtsverletzungen wie Vergewaltigung oder erniedrigenden Aufnahmeritualen ausgesetzt,“ sagt Ralf Willinger von unserer Trägerorganisation terre des hommes.

Wir unterstützen die Herausgeber*innen des Schattenberichts, die Kindernothilfe, terre des hommes und World Vision, in ihrem Appell an die Bundesregierung, die Empfehlungen des UN-Ausschusses an Deutschland endlich ernst zu nehmen und umzusetzen. Mehr Informationen gibt es unter www.kindersoldaten.info.

3. Unsere Kampagne in den Medien: Spannende Radiobeiträge zum Thema
SWR2 hat in den letzten Wochen gleich zwei Beiträge gesendet, die sich mit Nachwuchswerbung und Minderjährigen in der Bundeswehr beschäftigen.

Minderjährige werden in der Bundeswehr „bedarfsorientiert beraten“. Das führt in den meisten Fällen zu einer sogenannten „Mangelverwendung“. Was das für die Jugendlichen bedeutet und warum viele Laufbahnen der Rekrutinnen und Rekruten ganz anders verlaufen, als sie es sich gedacht haben, könnt ihr in diesem spannenden Bericht nachhören:

https://www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/Leben-Minderjaehrig-Umstrittener-Nachwuchs-in-der-Bundeswehr,av-o1150110-100.html


Im zweiten Beitrag kam mit Michael Schulze von Glaßer einer der Sprecher unserer Kampagne zu Wort:

https://www.swr.de/swr2/wissen/Ausbildung-Wie-die-Bundeswehr-um-Nachwuchs-wirbt,swr2-wissen-2019-11-02-100.html


Und zu guter Letzt habe ich Amnesty International Hamburg ein Interview für die Radiosendung „Redefreiheit“ gegeben. Wir haben über die aktuelle Situation in der Bundeswehr und die aggressive Werbung bei Jugendlichen gesprochen sowie über Möglichkeiten, die Kampagne zu unterstützen. Nachhören könnt ihr das Ganze unter:

https://unter18nie.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/12/Interview-unter18nie.mp3.

PS:Folge uns auch auf Instagram, Facebook und Twitter!

PPS: Für 2020 hat sich die Kampagne viel vorgenommen. Besonders für die Durchführung des Aktionsmonats und die Preisverleihung für die ungeheuerlichste Bundeswehrwerbung, brauchen wir finanzielle Unterstützung. Wenn es Dir möglich ist die Kampagne mit einer Spende zu unterstützen, dann spende bitte auf folgendes Konto:

Förderverein Frieden e.V.
– Sonderkonto für die Kampagne „Unter 18 nie!“ –
DE08 | 4306 | 0967 | 4041 | 8604 | 03
Stichwort: Aktiv 2020


Oder spende online per Bankeinzug oder PayPal über die Webseite des Kampagnenbüros Netzwerk Friedenskooperative: https://www.friedenskooperative.de/spende-unter18nie

Hinweis: Der Förderverein Frieden e.V. stellt am Anfang des Folgejahres eine steuerabzugsfähige Spendenbescheinigung aus.
 

Ganz herzlichen Dank für Deine wichtige Unterstützung!

Unsere Campaignerin Sarah Gräber hat Amnesty International Hamburg ein Interview für die Radiosendung „Redefreiheit“ gegeben. Gesprochen wurde über die aktuelle Situation in der Bundeswehr, die aggressive Werbung bei Jugendlichen und über Möglichkeiten, die Kampagne zu unterstützen.

Deutschland ignoriert Forderungen der Vereinten Nationen und verletzt Kinderrechte

Gestern, am 27.11.2019, hat das Deutsche Bündnis Kindersoldaten zum dritten Mal nach 2007 und 2013 einen Schattenbericht Kindersoldaten veröffentlicht. Herausgeber sind die Kinderrechtsorganisationen Kindernothilfe, terre des hommes Deutschland und World Vision Deutschland. In ihrem Auftrag untersuchte der renommierte Völkerrechtler Prof. Michael Krennerich wie Deutschland das Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention zu Kindern in bewaffneten Konflikten („Kindersoldaten-Protokoll“) umsetzt, das es 2004 ratifiziert hat.

„Um schwere Kinderrechtsverletzungen zu verhindern, muss Deutschland dringend Waffenexporte in Länder stoppen, die Menschenrechte verletzen oder in bewaffnete Konflikte verwickelt sind“, fordert Frank Mischo, Kinderrechtsexperte von der Kindernothilfe.

Ein großer Schwerpunkt des Berichts ist die Situation Minderjähriger in der Bundeswehr. Statt das Rekrutierungsalter auf 18 Jahre anzuheben, wie es der UN-Kinderrechteausschuss seit 2008 fordert, stiegen die Zahlen minderjähriger Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr bis 2017 stetig an und erreichten in dem Jahr einen Höchststand von 2128 minderjährigen Rekruten. „Damit ist Deutschland eines der wenigen Länder weltweit, dessen Militär noch minderjährige Soldaten rekrutiert. Über 150 Länder halten den sogenannten Straight 18-Standard dagegen ein. In der Bundeswehr sind junge Soldatinnen und Soldaten immer wieder schweren Rechtsverletzungen wie Vergewaltigung oder erniedrigenden Aufnahmeritualen ausgesetzt,“ sagt Ralf Willinger von unserer Trägerorganisation terre des hommes.

Offensichtliche Defizite gibt es auch beim Schutz geflüchteter Kindersoldaten und -soldatinnen aus Kriegsländern wie Afghanistan oder Somalia. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge verweigerte ehemaligen Kindersoldaten aus Somalia mehrfach die Anerkennung als Flüchtling mit dem Argument, in Somalia sei jedes Kind von Rekrutierung bedroht, deshalb handele es sich nicht um individuelle Verfolgung.

Auch im Bereich Entwicklungshilfe ist die Bilanz unbefriedigend. Zwar finanziert die Bundesregierung einige Unterstützungsprojekte für ehemalige Kindersoldatinnen und -soldaten, doch nur in geringem Maße.

Der Schattenbericht Kindersoldaten wird direkt in das UN-Berichtsverfahren zur deutschen Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention eingespeist und in Genf vorgestellt werden. Dieses internationale Expertengremium überprüft regelmäßig die Einhaltung der Konvention und ihrer Zusatzprotokolle und formuliert bei Defiziten Empfehlungen an die Vertragsstaaten.

Wir unterstützen die Kindernothilfe, terre des hommes und World Vision in ihrem Appell an die Bundesregierung, die Empfehlungen des UN-Ausschusses an Deutschland endlich ernst zu nehmen und umzusetzen.

Mehr Informationen gibt es unter www.kindersoldaten.info/.

Am 19.11.2019 hat sich der Trägerkreis der Kampagne in Frankfurt am Main getroffen, um die Strategie für das kommende Jahr zu besprechen. Geplant sind verschiedene Aktionen, die wir in den nächsten Wochen an dieser Stelle verraten werden. Eines lässt sich aber jetzt schon sagen: Es wird ein erreignisreiches Jahr für „Unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr”!

Um allen Trägerkreismitgliedern entgegenzukommen, variieren wir unsere Tagungsorte. Das nächste Treffen wird vorraussichtlich in Köln stattfinden.
Wir richten unsere Jahresplanung an wichtigen Terminen und Messen aus.
Natürlich hatten wir auch unsere neuen Materialien dabei, die alle über unsere Website bestellt werden können.

+++ Die Kampagne stellt sich vor | Erste Lobbygespräche geführt | Spende jetzt für einen guten Start +++

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute erhältst du den ersten Newsletter der neuen Kampagne „Unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr“! Wir freuen uns sehr über dein Interesse und möchten dich ab jetzt regelmäßig (alle 1-2 Monate) über die Entwicklungen der Kampagne informieren und dir spannende Hintergrundinformationen und Neuigkeiten zum Thema liefern.

In unserem ersten Newsletter wollen wir dich über folgende Themen informieren:

  1. Die Kampagne stellt sich vor
  2. Erste Lobbyaktivitäten in Berlin
  3. Unterstütze uns für einen guten Start

Viel Spaß beim Lesen!


Mit freundlichen Grüßen

Sarah Gräber, Campaignerin

1) Die Kampagne „Unter 18 nie!“ stellt sich vor

Worum geht es uns? Die Werbung und Ausbildung von Minderjährigen als Soldaten widersprechen den Prinzipien der UN-Kinderrechtskonvention. Doch Deutschland gehört zu den wenigen Staaten, die von einer Ausnahmeregelung Gebrauch machen und minderjährige Freiwillige als Soldaten anwerben. Und zwar seit dem Aussetzen der Wehrpflicht immer mehr: Im Jahr 2011 waren es noch unter 700 Minderjährige, 2017 schon 2126. Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes und die Kinderkommission des Bundestags sind deshalb besorgt. Beide haben unserer Regierung wiederholt empfohlen, das Rekrutierungsalter auf 18 Jahre zu erhöhen. Denn Deutschland schwächt den internationalen 18-Jahre-Rekrutierungsstandard. Damit dies künftig auch bei uns Standard ist und das Thema mehr Aufmerksamkeit bekommt, wurde die Kampagne „Unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr“ ins Leben gerufen.

Was wollen wir? Die Kampagne verfolgt zwei Forderungen. Die erste ist selbstverständlich die Anhebung des Rekrutierungsalters für den Militärdienst auf 18 Jahre. Gründe dafür gibt es viele: Es wirkt zum Bespiel wenig glaubwürdig, wenn Deutschland sich dafür einsetzt, dass Länder wie Somalia oder Afghanistan keine unter 18-Jährigen mehr in ihre Armeen aufnehmen, solange die Bundeswehr das selbst tut. Eine Übersicht über weitere Gründe und Gefahren findest du auf unserem Fact Sheet, das über www.unter18nie.de bestellt werden kann.
Zweitens fordert die Kampagne ein Verbot jeglicher Bundeswehrwerbung bei Minderjährigen, die seit dem Ende der Wehrpflicht stark zugenommen hat. Denn auch militärische Werbung bei Minderjährigen widerspricht den Prinzipien der UN-Kinderrechtskonvention.

Wer sind wir? Getragen wird die Kampagne von einem breiten Bündnis. Neben Organisationen aus der Friedensbewegung, zu denen die DFG-VK, IPPNW, Netzwerk Friedenskooperative, pax christi, Ohne Rüstung Leben und das Bündnis „Schulfrei für die Bundeswehr“ gehören, zählen auch terre des hommes, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (mit dem Bundesverband und vielen Landesverbänden) sowie das Zentrum Oekumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zu den Gründungsmitgliedern. Die Kampagne sucht weitere Unterstützer*innen und freut sich über jede Gruppe oder Organisation die Interesse hat, die Kampagne und ihre Forderungen zu unterstützen. Hast du Interesse mit deiner Gruppe oder Organisation Mitglied im Trägerkreis zu werden? Dann nimm doch mit uns Kontakt auf und schreibe uns eine E-Mail an info@unter18nie.de.

Wo gibt es mehr Infos? Auf unserer Internetseite gibt es viele Hintergrundinformationen und auch erste Materialien. Darunter z.B. Aufkleber, ein Fact Sheet, das komprimiert die wichtigsten Informationen und neuesten Zahlen zum Thema enthält, sowie ein Banner. An einem Flyer arbeiten wir momentan. Schau doch einfach mal auf der Kampagnenwebseite vorbei!

2) Die Kampagne ist aktiv – erste Lobbygespräche

In den letzten Wochen haben wir bereits mehrere interessante Gespräche mit Bundestagsabgeordneten geführt. Bereits im September mit Norbert Müller (DIE LINKE), mit dem wir verschiedene Möglichkeiten diskutiert haben, wie wir uns gemeinsam für die Einhaltung des „Straight18“-Ziels einsetzen können

Im Oktober hatten wir dann die Möglichkeit mit Dr. Tobias Lindner (Bündnis 90/Die Grünen) zu sprechen. Er hat uns versichert, dass die Grünen auch künftig Anträge an die Bundesregierung einbringen werden, die das Ende der Rekrutierung unter 18-Jähriger fordern. Unsere Materialien werden ihnen dafür als Argumentationshilfe dienen.

Außerdem haben wir an einem vom Bündnis Kindersoldaten organisierten Parlamentarischen Frühstück teilgenommen. Hier konnten wir Fritz Felgentreu (SPD) und Kathrin Vogler (DIE LINKE) auf unser Anliegen ansprechen. Auch diese beiden sind überzeugt, dass die Bundeswehr kein Platz für Minderjährige ist. Wir werden unsere neu gewonnenen Kontakte in den kommenden Monaten nutzen, um unsere Forderungen in möglichst vielen Wahlprogrammen zu platzieren.

Ausführliche Berichte zu unseren Treffen findest du unter www.unter18nie.de.

3) Spende jetzt für einen guten Start

Die ersten Lobbyaktivitäten der Kampagne verliefen sehr vielversprechend. Auch erste Materialien sind erstellt und die Kampagne kommt aus ihren Startlöchern. Damit wir im nächsten Jahr so richtig Gas geben können mit vielfältigen Aktivitäten um die Politiker*innen zu überzeugen, dass Minderjährige nichts bei der Bundeswehr zu suchen haben, sind wir auf Deine Hilfe angewiesen. Zur Finanzierung der Materialien, Reise- und Aktionskosten braucht die Kampagne zusätzliche Mittel. Egal ob 5 Euro oder 50 Euro – jede Spende ist wichtig und hilft der Kampagne erfolgreich zu sein.

Bitte überweise Deine Spende an:

Förderverein Frieden e.V.
– Sonderkonto für die Kampagne „Unter 18 nie!“ –
DE08 | 4306 | 0967 | 4041 | 8604 | 03
Stichwort: Guter Start

Oder spende online per Bankeinzug oder PayPal über die Webseite des Kampagnenbüros Netzwerk Friedenskooperative: https://www.friedenskooperative.de/spende-unter18nie.de

Hinweis: Der Förderverein Frieden e.V. stellt am Anfang des Folgejahres eine steuerabzugsfähige Spendenbescheinigung aus.
Ganz herzlichen Dank für Deine Unterstützung!

PS: Folge uns auch auf Instagram, Facebook und Twitter!


 


Unser Lager füllt sich langsam! Unter dem Reiter “Mitmachen” gibt es nun den Punkt “Material bestellen”. Hier findet ihr ab sofort Aufkleber, Banner und ein Fact Sheet, das die wichtigsten Informationen zum Thema Rekrutierung Minderjähriger zusammenfasst. Schaut einfach mal vorbei, es ist für jeden Anlass etwas dabei!

Unser Fact Sheet enthält die wichtigsten Informationen auf einen Blick.
Aufkleber mit unserem Logo
Unser Banner ist 250×80 cm groß und aus leicht trocknender Polyesterwirkware hergestellt.

Wir haben unsere Reise nach Berlin mit einem weiteren wichtigen Termin verbunden: Einem Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Tobias Lindner von den Grünen.

Er hatte im Sommer seine Wehrdienstverweigerung zurückgenommen, um an einer mehrtägigen Wehrübung teilzunehmen. Doch genau diese Erfahrung hat ihm gezeigt, wie wichtig unser Anliegen ist und ihn darin bestätigt, dass die Bundeswehr kein Platz für Minderjährige ist.

Die Grünen werden auch künftig Anträge an die Bundesregierung einbringen, die das Ende der Rekrutierung unter 18-Jähriger fordern. Unsere Materialien können dabei als Argumentationshilfe dienen. Besonders der internationale Vorbildcharakter liegt Tobias Lindner, der auch Mitglied des Verteidigungsausschusses ist, sehr am Herzen. Warum sollten Länder mit Kindersoldaten in ihren Armeen auf Deutschland hören und etwas daran ändern, solange hier selbst Minderjährige rekrutiert werden?

Herr Dr. Lindner und sein Mitarbeiter Simon Lassalle haben uns versichert, dass wir auch künftig zusammenarbeiten werden, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg ist es, das Thema im Wahlprogramm der Grünen zu verankern.

Philipp Ingenleuf, Sarah Gräber und Ralf Willinger von “Unter 18 nie!” mit Dr. Tobias Lindner (Mitte) und Simon Lassalle (rechts) nach dem Gespräch im Otto-Wels-Haus

Am Freitag, den 18.10.2019, haben Vertreter unserer Kampagne an einem Parlamentarischen Frühstück im Berliner Reichstag teilgenommen, das vom Bündnis Kindersoldaten organisiert wurde. Mit dabei waren die Abgeordneten Fritz Felgentreu (SPD) und Kathrin Vogler (Die LINKE) sowie zahlreiche Mitarbeiter von Abgeordneten der Grünen und der FDP. Außerdem war ein Mitarbeiter des Wehrbeauftragten Dr. Hans-Peter Bartel anwesend.

Nach einer thematische Einführung durch Ralf Willinger von terre des hommes hatten die Abgeordneten die Möglichkeit, ihre Position zur Rekrutierung Minderjähriger darzulegen. Erfreulicher Weise unterstützen beide unsere Forderung und sprachen sich für eine Anhebung auf 18 Jahre aus. Fritz Felgentreu verwies auf das Positionspapier der SPD. Hier wird der Vorschlag erläutert, dass für minderjährige Bewerberinnen und Bewerber bis zum Erreichen der Volljährigkeit ein ziviles Beschäftigungsverhältnis bei der Bundeswehr geschaffen und dafür ein Ausbildungskonzept entwickelt wird könnte.

Wir werden unsere neu gewonnenen Kontakte in den kommenden Monaten nutzen, um unsere Forderungen in möglichst vielen Wahlprogrammen zu platzieren.

Dr. Fritz Felgentreu erklärt seine Position zum Thema
Die Broschüre WHY 18 MATTERS vom Deutschen Bündnis Kindersoldaten ist ab sofort auch über uns erhältlich.
Vertreter von Unter 18 nie! mit unserem neuen Banner

Am Donnerstag, den 12. September, haben sich Vertreter unserer Kampagne mit dem Bundestagsabgeordneten Norbert Müller in Berlin getroffen. Philipp Ingenleuf vom Netzwerk Friedenskooperative und Angelika Wilmen von der IPPNW haben sich mit dem Kinder- und Jugendpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE über die Rekrutierung Minderjähriger in die Bundeswehr unterhalten.

Das Gespräch verlief vielversprechend. Es wurden verschiedene Möglichkeiten disikutiert, wie gemeinsam etwas für die Einhaltung des „Straight18“ -Ziels getan werden kann.

In den nächsten Wochen und Monaten wird sich unsere Kampagne auch mit Politikern anderer Parteien zusammensetzen. Unser Ziel ist es, das Thema Minderjährige in der Bundeswehr in möglichst vielen Wahlprogrammen zu platzieren, damit es nach der Bundestagswahl politisch relevant sein wird. Denn das ist der erste Schritt auf dem Weg zur Anhebung des Rekrutierungsalters für den Militärdienst in Deutschland auf 18 Jahre!